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Unser Ziel ist die nachhaltig verbesserte Versorgung chronisch neurologisch Erkrankter im Niedergelassenenbereich. Hierzu hat QUANUP, unterstützt von den Berufsverbänden (BDN/BVDN) in der Indikation Parkinson und Multiple Sklerose seit 2002 umfangreiche Anstrengungen unternommen, die in verschiedene Projekte mündeten. Diese werden regelmäßig während der Jahreskongresse der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, DGN, von QUANUP der interessierten neurologischen Öffentlichkeit vorgestellt. Projekte und Arbeitsmodule sind von engagierten Ärzten zur Verbessserung ihrer Niedergelassenentätigkeit begeistert aufgenommen worden. Mehr über Vision - Mission QUANUP.

Berliner Parkinson-Studie erfasst sämtliche Krankheitskosten, auch das Ärztehonorar!

Ziel der Berliner Studie ist es, die Versorgungskosten in neurologischen Parkinson-Schwerpunktpraxen zu untersuchen, die sich zur Umsetzung bestehender PD�"Behandlungsleitlinien verpflichtet haben. 12 neurologische Berliner Parkinson Spezialpraxen schlossen alle im 4. Quartal 2006 nach UK Brain Bank Kriterien diagnostizierte/behandelte PD-Patienten ein. Von 834 angesprochenen Patienten nahmen 431 (51,7%) teil. 425 vollständig ausgefüllte Fragebögen (98,6%) wurden ausgewertet. Als klinische Parameter dienten die Krankheitsstadien nach Hoehn und Yahr (HY), das Vorliegen motorischer Fluktuationen und Dyskinesien; neuropsychiatrische Symptome und Begleiterkrankungen wurden erfragt. Depressive Symptome wurden mit dem Beck Depressions-Inventar (BDI) erfasst, kognitive Beeinträchtigungen mit dem Mini-Mental-Status-Test (MMST). In Fragebögen wurden die soziodemographischen, klinischen und ökonomischen Daten erhoben. Weiterhin wurde der Ressourcen-Verbrauch der letzten 3 Monate durch Patientenbefragung vor Einschluss erhoben; prospektiv wurden im follow-up die Kosten für das untersuchte Quartal von den Ärzten erfasst. Der Ressourcenverbrauch wurde mit gültigen Preisen zum Auswertungszeitpunkt Dezember 2006 berechnet. Direkte und indirekte Kosten wurden nach den Leitlinien der Hannoveraner Konsensgruppe für gesundheitsökonomische Studien berechnet. Das Praxishonorar wurde dem KV-Abrechungsbe-scheid entnommen. Den größten Teil der direkten Kosten verursachen die Anti-Parkinson-Medikamente und die Nutzung stationärer Einrichtungen, während das ärztliche Honorar 3% der direkten Kosten ausmacht. Die von den Spezialpraxen ausgelösten Kosten für Medikamente waren um 15% geringer im Vergleich zu publizierten Daten (Spottke, 2006), obwohl die Studienpopulation mit H&Y 3,4 kränker als die der Vergleichsgruppe (H&Y 2,8) war. Die Einweisungsrate pro Quartal war in den Spezialpraxen deutlich geringer und unterstreicht auch den ökonomischen Wert der Versorgung durch die Spezialpraxen. Erstmalig ist durch die Dokumentation der Arzthonorare nach EBM ein Vergleich der in Rechung gestellten Leistungen mit der tatsächlichen Vergütung durch die kassenärztliche Vereinigung möglich. Das Honorar ist vor dem Hintergrund des Anspruchs an eine moderne Parkinsontherapie, aber auch der vom System abverlangten Haftung für die Therapiekosten nicht angemessen. pdf iconEhret et al., Berliner Parkinson Studie, 2008